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20. Juli 2014 7 20 /07 /Juli /2014 16:24

ein interessanter Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom Freitag, 18.07.2014
beschreibt, dass sich die Banken verwundert die Augen reiben, über das viele Geld,
dass ihnen die Privathaushalte nahezu zinslos zur Verfügung stellen.

Ich habe in diesem Zusammenhang eine kleine Berechnung angestellt:

Zunächst die Fakten:
- Bislang belaufen sich die (Steuer-)Ausgaben für die Bankenrettung auf ungefähr
  70 Milliarden Euro (Tagesthemen-Video).
- Das reine Geldvermögen der Deutschen beläuft sich auf ca. 5 Billionen, also
  5.000 Milliarden Euro! (Link)

Im Artikel der Süddeutschen Zeitung wird angegeben, dass die Sparkassen z.Zt.
0,2% Zinsen/anno bezahlen. Nachwievor gibt es auch die Angebote einzelner Institute,
die Neukunden für einige Monate ein bisschen mehr spendieren - nur damit man ihnen
anschließend ebenfalls die dürftigen Konditionen unterjubeln kann.

Immerhin "vermehrt" sich mit dieser Verzinsung ohne weiteres Zutun das Geldvermögen
um 10 Milliarden Euro jährlich. Dazu kommt aber, dass Inflation und Abgeltungssteuer
die Höhe des Zinssatzes nicht interessieren und den eigentlichen Wert, die Kaufkraft des
Vermögens, empfindlich schmälern.

Was wäre nicht alles denkbar, wenn die "Geldvermögenanleger" ihre 5 Billionen nicht den
Banken so günstig überlassen würden, damit diese das ihnen anvertraute Geld in lukrativere
Anlageformen investieren können, sondern genau das selbst tun würden...

Auch wenn man "nur" eine jährliche Rendite von 4% annimmt, wäre dies der 20-fache Ertrag.
Anstelle um 10 Milliarden Euro wäre das Vermögen um 200 Milliarden gewachsen.
Oder salopp formuliert: Zu den scheinbar so ärgerlichen und schmerzhaften 70 Milliarden
geben die Geldvermögenbesitzer bei dieser angenommenen Rendite noch freiwillig 190 Milliarden
(pro Jahr!) zur "Bankenrettung 2.0" dazu.

Glauben Sie mir, es sind mit Sicherheit sogar noch viel mehr.
Denn 4% ist eine sehr konservative Rentditeannahme, wie es sich bei der Einjahresentwicklung von
vier unterschiedlichen vermögensverwaltenden Mischfonds zeigt.
In vielen risikoavers ausgelegten Kundendepots befinden sich u.a. diese Fonds.

 

Einjahreschart.jpg

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Published by Finanzberatung HPW
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