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17. Oktober 2018 3 17 /10 /Oktober /2018 17:43

Sind Sie -wie viele andere auch-  von den jüngsten Rückgängen im DAX, dem deutschen Aktienindex bestehend aus den 30 größten aktienbasierten deutschen Firmen, verunsichert?

Dass die Börsen auch rückwärts "können" haben wir in dieser Form lange nicht gehabt. Es gehört aber dazu!
Bleiben die Fragen: Warum jetzt? Und geht das noch weiter nach unten?

Die Besorgnis erregenden internationalen Nachrichten reißen nicht ab. Insbesondere scheint das politische Geschehen -national wie international-  mit seinen mehr um das eigene Wohl und den persönlichen Machterhalt als um das Wohl ihrer Wähler besorgten Akteuren und Entscheidern unkalkulierbarer denn je…

An den Börsen und am Aktienmarkt  nährt  die (Ehr)furcht vor der längsten Hausse (=Börsenanstieg) aller Zeiten die Angst, dass das jetzt endlich dem Ende entgegen gehen muss. Am Rentenmarkt grassiert die Furcht vor steigenden Zinsen und der Immobilienmarkt ist in "Blasenstimmung".

Der Tropfen, der an den Börsen momentan das Fass zum Überlaufen gebracht hat, kommt wohl aus Italien mit der Vorgehensweise bei der geplanten Neuverschuldung. Getreu dem Motto "Bankrott sind wir sowieso, also lasst uns feiern und weitere Schulden machen…".

Das Ganze im Kontext mit ersten Zinsanhebungen in USA, was gravierenden Einfluss auf die Schwellenländer hat, und einem US-Präsidenten, der mit Handelsbarrieren sein Land gezielt in die Isolation führt und, und, und …

Ob und wie lange es an den Börsen jetzt noch tendenziell abwärts geht oder ob das bereits das Ende war ist schwer vorauszusagen. Viele Experten sind sogar eher der Überzeugung, dass wir zum Jahresende hin steigende Börsen sehen werden.

Aber: der DAX ist nichts weiter als ein Index. Man darf ihn nicht überbewerten -auch wenn das von den Medien immer dann, wenn es in die "falsche" Richtung läuft, sehr gerne dramatisch getan  wird. Von seinem Höchststand Mitte Januar diesen Jahres ist der DAX momentan rund 15% entfernt.
Der amerikanische (viel bedeutendere) DOW Jones Index mit den 30 größten amerikanischen Firmen, hatte Anfang Oktober seinen bisher höchsten Stand und liegt momentan etwa 5% darunter. Insbesondere die Steuergeschenke von Trump für amerikanische Firmen haben den amerikanischen Aktienmarkt in diesem Jahr beflügelt.

Betrachtet man sich hingegen den EUROSTOXX 50, den Index mit den 50 größten europäischen Firmen, dann ist dieser aktuell auf dem Niveau von 1998 !!!

Da darf man sich doch fragen, womit bei den größten europäischen Firmen die Furcht vor Rückgängen zu begründen wäre?

Auch aus Sicht der Unternehmensgewinne sind Sachwerte wie Aktien weit davon entfernt zu teuer oder zu hoch bewertet zu sein. Die Verhältniszahl von aktuellem Kurs zu aktueller Gewinnerwartung, das sogenannte KGV (Kurs-/Gewinnverhältnis) ist in allen wesentlichen Aktienmärkten im langfristigen Vergleich nach wie vor völlig im Rahmen und weit weg von Übertreibung.

                        Quellen: IBES, MSCI, Standard & Poor’s, Thomson Reuters Datastream,
                                     J.P. Morgan Asset Management, Stand 31.07.2018
 

Wesentlich schlechter sieht diese Verhältniszahl bei Immobilienanlagen und noch schlechter bei Zinsanlagen wie Staatsanleihen & Co. aus.

In diesen beiden zuletzt genannten Anlagesegmenten haben sich über die vergangenen Jahre wesentlich größere "Blasengefahren" aufgebaut - das sollte man sich bei vermeintlich so sicheren Anlagen gelegentlich vor Augen führen.

Eine vor einigen Wochen veröffentlichte Studie von Empirica, einem namhaften Analysehaus, enthält zur aktuellen Lage und den weiteren Entwicklungen am Immobilienmarkt einige sehr informative Aspekte. Bei Interesse sende ich Ihnen die Studie gerne zu.

 

Was bedeutet das alles für Ihre Anlagen, für Ihr Vermögen?

In aller Regel ist die von mir zusammengestellte Depotauslegung so aufgestellt, dass Ihr Vermögen auf unterschiedliche Anlagesegmente, die möglichst wenig miteinander korrelieren, verteilt ist.
Dadurch wird das Gesamtrisiko Ihres Depots wesentlich geringer als das Risiko eines einzelnen Fonds oder gar einzelner Aktien oder sonstiger Wertpapiere im Depot.

Die individuelle Gewichtung hängt von Ihrer persönlichen Risikoakzeptanz, Ihrem Anlagehorizont und Ihren Renditeerwartungen ab.

Irgendein Segment wird immer ausreißen - sei es nach oben … oder nach unten!

Dass alles auf einmal nach oben - oder nach unten- geht, ist sehr unwahrscheinlich. Und selbst wenn, dann hilft in so einem Fall in aller Regel ein bisschen Geduld.

 

Aber Achtung:

Schließen Sie aus all dem nicht, dass es wohl das Beste für Ihr Geld wäre, wenn Sie es auf Ihrem Bankkonto liegen lassen, oder es unter Ihr Kopfkissen legen.
Die Angst um den Euro, die mit Griechenland zum ersten Mal spürbar wurde, kommt nun möglicherweise mit Italien in viel stärkerem Maße zurück. "Geld" als Münzen, Scheine, oder auf dem Bankkonto ist lediglich 1 Anlageklasse (unter vielen), die sich im Extremfall einer Währungsreform auch komplett in Luft auflösen könnte. Und glauben Sie bitte nicht, dass in so einem Fall die Einlagensicherung Ihrer Bank (bis 100.000 Euro) Ihr Geld retten könnte. Das hat damit nichts zu tun!

Und selbst wenn diese Strategie jahrelang gut geht, dann hat die Inflation ein großes Stück Ihres Vermögens in Form von Kaufkraftverlust abgebissen…

 

Ach ja …

… bleibt natürlich noch Gold, die ewige Krisenwährung. In kleinem Umfang gehört Gold ebenfalls zu einem gut verteilten Vermögen bzw. ins Depot!

Wer beim letzten Kaufrausch bei Gold im Sommer 2011 aber so richtig zugegriffen hat, der sitzt nach sieben Jahren auf einem Verlust von 35 Prozent - und das alles ohne Zins und Dividende!

In einem Satz: Die Mischung macht's!

Die Anlage in Investmentfonds ist so vielfältig gestaltbar, dass nahezu alle Anlagesegmente investierbar sind, Ihr Vermögen sturmfest ist und sich gut entwickeln kann.

Setzen Sie nicht alles auf 1 Karte bzw. in 1 Anlageform, sondern verteilen Sie "Ihre Eier in mehrere Körbe".
Mit einem Depot aus unterschiedlichen Investmentfonds haben Sie alles richtig gemacht. Und wenn Sie -vielleicht um ruhiger schlafen zu können- lieber was mit Garantie wünschen - kein Problem, auch das ist machbar.

Ich freue mich auf Ihre Fragen, Wünsche und Anregungen.

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