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26. Januar 2016 2 26 /01 /Januar /2016 15:08

Sie können mir gerne glauben, dass ich Ihnen und mir diesen unerfreulichen Jahresauftakt an den Börsen gerne erspart hätte. Die aktuelle Gemengelage auf dieser Welt ist in vielerlei Hinsicht beängstigend. Man muss aufpassen, dass man sich von den täglich neuen Katastrophenmeldungen die uns über die Medien ins Wohnzimmer oder auf das Smartphone geliefert werden, nicht zu sehr vereinnahmen lässt.

Viele dieser globalen Ängste schlagen sich momentan an den Börsen nieder und verunsichern damit die Anleger.

China, Ölpreis, Rohstoffe, IS, Terror, Flüchtlinge, Ukraine (vergessen?) Griechenland (Sie erinnern sich noch?), Klima,….

Die gute Nachricht für die Börsen lautet:

Die Börse spinnt immer! Den "richtigen" Wert einer Aktie oder eines Wertpapiers gibt es nicht. Zu jeder Zeit führen Ängste, Euphorie und Erwartungen zu Übertreibungen in die eine oder andere Richtung. Wichtig ist daher, dass die mittel- und insbesondere die langfristige Tendenz STEIGEND ist.

Das zeigt sich ganz klar am "Renditedreieck" des DAX (und gilt prinzipiell auch für die meisten anderen wichtigen Börsenindizes). Je länger der Anlagezeitraum, desto nachhaltiger positiv (und nach einigen Jahren NUR NOCH positiv) ist die Renditeentwicklung. Das war selbst bei den erdenklich schlechtesten Einstiegszeitpunkten vor irgendwelchen großen Krisen so. Geduld ist die gefragte Tugend!

Betrachten wir das Jahr 2007, kurz vor dem Absturz der Finanzkrise. In der Matrix sehen Sie, dass ein Investor, der Ende 2007 DAX-Aktien kaufte, nach einem Jahr, also Ende 2008 einen Verlust von 40,4% eingefahren hatte!
Hat er NICHT verkauft, sondern einfach nur durchgehalten, dann hatte er (z.B.) bis Ende 2014 eine Entwicklung von 2,8% pro Jahr erzielt. Besser als jedes Sparbuch oder Tagesgeld!

DAX Renditedreieck, Quelle: DAI

DAX Renditedreieck, Quelle: DAI

Die Grafik zeigt die Rendite pro Jahr bei Ankauf/Verkauf jeweils zum Jahresende des angegebenen Jahres für den DAX.

Das gesamte DAX-Dreieck mit 50-jähriger Historie finden Sie hier.

Welche Alternativen gibt es:

1. Renten, Anleihen, Bonds … oder ganz einfach: verZinsliche Anlagen.

Die Bild-Zeitung hat es in ihrer Ausgabe vom 4. Dezember vergangenen Jahres auf den Punkt gebracht:

Wohin mit meinem Geld ??

Der Bundfuture, als Maß für die Zinssituation (quasi so ähnlich wie der DAX für die deutschen Aktien) zeigt den Kurs (auch Zinswerte haben einen täglich veränderlichen Kurs!) einer 10 jährigen deutschen Staatsanleihe mit einer jährlichen Zinszahlung von 6%.

Aus dem Kaufkurs und der Zinszahlung lässt sich dann die eigentliche Rendite dieser Anleihe errechnen. Bei einem Kurs des Bundfuture's von 160 Euro ist die Rendite exakt 0% und das zehn Jahre lang!

Vergangenen Donnerstag war untertags der bisherige Höchstkurs von 161,91 Euro erreicht.
Das bedeutet, wer sich zu diesem Kurs die 10-jährige Bundesanleihe gekauft hat und sie bis zur Fälligkeit in 10 Jahren behält, erhält 10 Jahre lang eine Zinszahlung von jeweils 6 Euro (6% auf den Nominalwert von 100 Euro) und nach Ablauf der 10 Jahre noch den Nominalbetrag von 100 Euro.
Das macht insgesamt 160 Euro. Wenn Sie nachrechnen fehlen 1,91 Euro aus der Differenz von 161,91 Euro zu 160,00 Euro. Als tatsächliche Rendite errechnet sich -0,143% pro Jahr, in Worten: Minus 0,143%. Also garantierter Verlust mit Ansage!

Das Geld unter's Kopfkissen zu legen ist lukrativer - es sei denn, die Wohnung brennt, oder der Einbrecher wird fündig. Außerdem wird an vielen Stellen (insbesondere politisch) daran gearbeitet, das Bargeld abzuschaffen - dann liegt Ihr Geld zwangsweise "gebucht" auf der Bank. Stöbern Sie mal über die bargeldlose Zeit in diesem Buch.

Sind letztlich doch Immobilien trotz der inzwischen stark gestiegenen Preise die beste Alternative ?

Scheinbar optimal, denn niedrige Zinsen sind ideal um sich zu verschulden. Aber was, wenn die Zinsen bis zum Umschuldungstermin (stark) steigen sollten. Was, wenn Sie arbeitslos werden und Ihre Zahlung an die Bank nicht mehr bedienen können?

Selbst wenn Sie die Immobilie von Ihrem Vermögen bezahlen und KEINE Schulden machen müssen, sollten Sie eines bedenken: Mit einer Immobilie sitzen Sie für alle staatlichen Zugriffe auf dem Präsentierteller. Schnell verkäuflich ist eine Immobilie in aller Regel nicht und so können neben den ca. 10% Kosten bei Anschaffung für Notar, Grunderwerbssteuer, Makler, usw. noch ganz andere Kosten auf Immobilienbesitzer zu kommen. Im vergangenen Jahrhundert traf es Immobilienbesitzer in den 20er Jahren mit der Hauszinssteuer und in den 50er Jahren mit dem Schulden-Lasten-Ausgleich. Glauben Sie nicht, dass man im Ministerium von Herrn Schäuble über solche Möglichkeiten nicht nachdenkt!

Was können Sie tun?

Die Mischung macht's. Verteilen Sie Ihr Vermögen - und setzen Sie auf Sachwerte.

Investmentfonds sind dafür das ideale Vehikel. Nahezu jede erdenkliche Anlagekonstellation kann damit abgebildet werden. Auch ein ideales Altersrentenprodukt - sogar mit Garantie- habe ich in meinen Schreiben schon des Öfteren aufgezeigt.

Wir leben in einer schwankungsreichen Zeit und insbesondere wir sicherheitsliebende Deutsche müssen uns endlich damit arrangieren! Wir sollten das Vertrauen und die jahrelange Geduld, die wir mit unseren Sparbüchern hatten, einfach auf gute Sachwerte anwenden …

Achten Sie mal auf den Preis an der Tankstelle. Wie lange ist es her, dass wir befürchteten der Preis für den Liter Benzin wird demnächst die zwei Euro Grenze überschreiten? Damals kannten viele Rohstoffe nur eine Richtung: nach oben. Wie wir heute sehen: eine Übertreibung.
Wir können uns das zwar wünschen, aber der aktuelle Spritpreis wird nicht auf ewig so niedrig bleiben…

Ich wünsche Ihnen die notwendige Gelassenheit, Geduld und viel Erfolg mit Ihren Anlageentscheidungen.

Sehr gerne unterstütze ich Sie dabei und stehe Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.

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Published by Finanzberatung HPW
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